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In Situ Komponente

Der Begriff „in situ“, also „am Platz“ oder „an Ort und Stelle“ wird bei Copernicus etwas weiter gefasst als in anderen Zusammenhängen. Hier fasst man unter dem Begriff der In Situ Komponente all die Beobachtungssysteme zusammen, die nicht im Weltraum betrieben werden. Dies sind beispielsweise

  • meteorologische Messeinrichtungen
  • Sonden an Wetterballonen
  • Messbojen
  • Flusspegel
  • Fernerkundungsinstrumente, die von Flugzeugen aus betrieben werden.

Auch Informationsprodukte, die auf Basis solcher Beobachtungen erstellt werden, werden dazu gezählt. Wichtige Beispiele sind:

  • Digitale topographische Karten
  • Digitale Höhenmodelle
  • Orthofotos
  • Schutzgebietstypen
  • Straßennetz
  • Thematische Karten (z.B. Waldgebiete, Siedlungen, Gewässer)
  • Sozioökonomische Daten (z.B. Bevölkerungszahlen)

 

Featured Product

Disaster Extent Map
Overview Space map of location 

Location: Lower Saxony - AOI1
Product: Flood
Scale: 1:50000

Data sources:
Rapid Eye & Cosmo-SkyMed
Providers: DLR

Verantwortung

Die In Situ Systeme werden von den Mitgliedsstaaten betrieben. In einigen Fällen werden deren Systeme auch bereits europaweit oder weltweit koordiniert. Beispielsweise führt EuroGeoGraphics topographische Daten der nationalen kartographischen Dienste zusammen. EuroGeoSurveys führt in ähnlicher Weise geologische Informationen der geologischen Dienste zusammen.

Die Copernicus Dienste nutzen die Informationen der Mitgliedsstaaten bzw. der koordinierenden Institutionen. Die Europäische Kommission übernimmt die Verantwortung dafür, dass die notwendigen Vereinbarungen geschlossen und die entsprechenden technischen Schnittstellen geschaffen werden.

Eine gemeinsame europäische Geodateninfrastruktur ist eine zentrale Grundlage für die Anbindung der benötigten in situ Daten und Produkte an die Copernicus Dienste. Die europäische Inspire-Richtlinie ist insofern eng mit dem Aufbau von Copernicus verknüpft und ist eine Grundlage für dessen Erfolg.

Die Europäische Umweltagentur (EUA) koordiniert im Auftrag der Kommission die In Situ Komponente von Copernicus. Seit 2010 führt die EUA diese Aktivitäten unter dem GMES In Situ Coordination (GISC) Projekt durch. Die EUA bedient sich in dieser Koordination ihrer etablierten Netzwerke relevanter Institutionen ihrer Mitglieder. Besonders das EIONET (European Environment and Information and Observation Network) ist dabei von großer Bedeutung.

Bilderstrecke zu diesem Thema
Beispiele für in situ Messsysteme - Flugzeug
Beispiele für in situ Messsysteme - Pegel
Beispiele für in situ Messsysteme - Wetterstation