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Copernicus Next Generation: Alle machen mit!

Das operationelle Copernicus Programm der Europäischen Kommission steht für Langfristigkeit und Verlässlichkeit.

Seit April 2014 liefert Sentinel-1A, der erste Radarsatellit von Copernicus, hochwertige Datenprodukte über die Erdoberfläche an die Nutzer. Seit Juni 2015 ist Sentinel-2A dazugekommen. Innerhalb der nächsten 12 Monate kommen noch Sentinel-3A, Sentinel-5P und Sentinel-1B dazu. Die jeweiligen Nachbauten (C und D Einheiten) sind ebenfalls bereits im Bau und werden die erste Generation der Sentinel Satelliten (A und B Einheiten) am Ende von deren Lebenszeit ersetzen. Mittels dieser vier verschiedenen Einheiten (A, B, C, D), wovon jeweils zwei parallel unsere Erde Monitoren werden, haben wir eine Lebenszeit und somit Datenkontinuität der jetzigen Sentinel Generation bis mindestens 2027.

Doch was benötigen wir noch parallel dazu, bzw. anschließend für Instrumente und Satelliten? Was sind die gesellschaftlichen Herausforderungen, die mittels Copernicus Daten angegangen werden sollen?

Copernicus ist ein nutzergetriebenes Programm, in dem Deutschland in Europa eine führende Rolle einnimmt. Deshalb ist es eine Herausforderung und eine Chance, diesen Prozess auch in Zukunft aktiv zu begleiten und die Sentinels der nächsten Generation mitzugestalten. Die Planung von Satelliten nimmt viel Zeit in Anspruch, bei den Sentinels der ersten Generation ca. 10 Jahre, daher müssen wir uns bereits heute mit der Planung der nächsten Generation auseinandersetzen.

Die EU-Kommission hat im vergangenen Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, um die Nutzeranforderungen für die Sentinel Next Generation zu erheben. Nach Konsolidierung und Priorisierung der Anforderungen wird die Kommission diese Anforderungen an die ESA übergeben, die damit erste Missionsanalysen und Machbarkeitsstudien beginnen wird.

Bei Sentinel Next Generation geht es zum einen um die Sicherung der Kontinuität, bzw. der Verbesserung der bisherigen Services durch den zeitlichen Anschluss einer 2.Generation nach dem Ende der ersten Generation. Darüber hinaus geht es auch um die Erweiterung der Kapazitäten durch Ergänzung der bisherigen Sentinelflotte mittels weiterer Satellitenfamilien, die neue Messungen abdecken.
Zur Erweiterung der Kapazitäten wären bspw. eine Mission zur Messung von CO2/CH4 Quellen und Senken mit hoher Auflösung, eine hochauflösende Hyperspektralmission zur Abbildung von biogeophysikalischen Eigenschaften an Land- und Wasseroberfläche, die Fortsetzung von Cryosat zur langfristigen Messung der Eisdicken/Meereis, eine Thermal-IR-Mission im Tandem mit Sentinel-2 für Bodenfeuchte und Evapotranspiration oder eine Passive C-Band SAR Mission im Tandem mit Sentinel-1 für Höhenmodelle, Meereisdynamik, Gletscherbewegungen oder ein Mittleres-IR-Mission zur Beobachtung von Waldbränden, Vulkanausbrüchen und urbanem Hitzestress denkbar.

Zur Sicherung der Kontinuität denkt man ebenfalls an Verbesserungen der aktuellen Sentinels (ab 2027) in geometrischer oder spektraler Auflösung, bspw. durch Erweiterung des Messbereichs.

Dem DLR wäre es wichtig, wenn Sie sich an einer Meinungsbildung zu den wichtigsten Nutzeranforderungen beteiligen würden.

Sie können dazu mit Ihren Fachkoordinatoren oder mit uns Sentinel-ng [at] dlr [dot] de  Kontakt aufnehmen.

Dabei würden wir uns vor allem über Beiträge zu folgenden Fragen freuen:

  • Welche Services fehlen in COPERNICUS oder brauchen Verbesserungen? Was sind zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen, die mittels Copernicus adressiert werden sollten?
  • Welche Messungen (vom Satelliten und den In Situ Komponenten) werden für diese Services gebraucht?
  • Woraus ergibt sich dieser Bedarf? Welche konkreten Nutzeranforderungen und Nutzer stehen hinter diesem Bedarf?