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Sicherheitsanwendungen

Der Copernicus Dienst für Sicherheitsanwendungen befindet sich im Aufbau. Drei thematische Schwerpunkte werden gesetzt:

• Überwachung der EU Außengrenzen
• Unterstützung von EU Einsätzen außerhalb der Europäischen Union, und
• maritime Überwachung.

Im Bereich der Überwachung der EU Außengrenzen wird Copernicus das europäische Grenzüberwachungssystem EUROSUR unterstützen, das von der Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen (FRONTEX) errichtet wird. Der Dienstbereich Seegrenzen wird dabei in Kooperation mit der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) entwickelt. Zur Entwicklung von Diensten zur Überwachung der Landgrenzen erfolgt eine Kooperation mit dem Satellitenzentrum der Europäischen Union (EUSC).

Zur Unterstützung von EU Einsätzen außerhalb der Europäischen Union werden vor allem raumbezogene Informationen für die Bewältigung von humanitären und Naturkatastrophen benötigt.

Dienste zur maritimen Überwachung sollen beispielsweise Informationen zur Überwachung von Schiffen auf hoher See, zur punktuellen Überwachung einzelner Häfen und europäischer Küstengebiete sowie zur maritimen Notfallvorsorge und Seenotrettung liefern.

Bis Ende 2011 wurde der Dienst durch das Projekt G-MOSAIC realisiert. Dieses baute auf Vorentwicklung früherer Projekte (v.a. LIMES und MARISS) auf. Aufbauend auf den Erfahrungen und Komponenten im Rahmen von G-MOSAIC werden seit Anfang Januar 2013 mit G-SEXTANT und G-NEXT weitere Grundlagen für den Sicherheitsdienst entwickelt. Dabei wird unter anderem die Standardisierung von Produktportfolios für vordefinierte Szenarien voran getrieben, die insbesondere in Krisensituationen Verwendung finden. Mit einer Reihe von F&E-Projekten wie DOLPHIN, NEREIDS und SIMTISYS (http://maritimesurveillance.security-copernicus.eu/) oder dem ESA-Projekt MARISS wurden erste Dienste zur maritimen Überwachung entwickelt. Sie dienen als Grundlage für die Entwicklung der zukünftigen operationellen Copernicus Dienste.

Portfolio

Die heute verfügbaren Dienstleistungen werden über verschiedene Projekte realisiert. Dabei werden Produkte erzeugt, die die folgenden Bereiche unterstützen:

• Natürliche Ressourcen und Konflikte
• Migration und Grenzüberwachung
• Überwachung von Abkommen (auch Nuklear-)
• Überwachen kritischer Infrastruktur
• Krisenmanagement und -bewertung

Nationale Projekte

Im Projekt „DeSecure“ wurden von 2008-2011 Methoden entwickelt, die Auswertungsverfahren stärker automatisieren und so allgemein nah-echtzeit Anwendungen ermöglichen. Außerdem wurden Schnittstellen zwischen den deutschen Datenquellen (TerraSAR-X, RapidEye) und Dienstleistern für die Auswertung verbessert.
Von 2009 bis 2011 wurde außerdem das Projekt „DeMARINE Sicherheit“ durchgeführt. Dieses hat sich intensiv mit der robusten Erfassung und Erkennung von Schiffen und Objekten auf hoher See befasst und dabei die Eignung unterschiedlicher Satellitensysteme (u.a. TerraSAR-X, Radarsat) analysiert.
Entwicklungen beider Projekte kommen dem Sicherheitsdienst zugute.