Überwachung des Klimawandels

Überwachung des Klimawandels

Der fortschreitende Klimawandel und resultierende Extrem-Wetterereignisse stellen Bundes- und Landesbehörden, sowie Kommunen neue Herausforderungen im Kontext der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Der Copernicus Dienst zur Überwachung des Klimawandels (C3S) (https://climate.copernicus.eu/) liefert kostenlos Daten und Produkte zur Überwachung, Vorhersage und Projektion des Klimawandels und trägt zur Unterstützung von Anpassungs- und Minderungsstrategien bei. Die Produkte werden aus der bestmöglichen Kombination von Satellitenbeobachtungen, In-situ-Messungen und Modellrechnungen gewonnen.

Der C3S Service beinhaltet die Bereitstellung von grundlegenden Klimaindikatoren (z. B. Temperaturanstieg, Meeresspiegelanstieg, Eisschildschmelze, Ozeanerwärmung) und Klimaindizes (z. B. basierend Temperatur-, Niederschlag-, Dürreereignis-Aufzeichnungen), beides sowohl für die identifizierten Klimafaktoren als auch für die zu erwartenden klimatischen Auswirkungen. C3S stellt zudem sektor-relevante Informationen bereit, die auf den Bedarf lokaler Anwendungsfelder zugeschnitten sind (u.a. Agrar- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Energie, Wassermanagement, Tourismus) um Entscheidungsfindung in Bezug auf Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen.

Das Angebot des C3S Klimadatenshops umfasst:

  • Konsistente Bewertung grundlegender Klimavariablen (ECVs)
  • Globale und regionale Reanalysen (Erdsystem umfassend: Atmosphäre, Ozean, Land, Kohlenstoff)
  • Produkte basierend auf in-situ Beobachtungen (Rasterdatensätze, homogenisierte Stationszeitreihen, reprozessierte Klimadatenreihen)
  • Near-real-time Klimamonitoring für Monate und Jahre
  • Multi-Modell Klimavorhersagen für Jahreszeiten-, Jahre und Dekaden (ab 2020+)
  • Multi-Modell Klimaprojektionen auf globaler und regionaler Ebene
  • Attributionsservice zur Bestimmung des Klimawandelanteiles extremer Witterungsereignisse (ab 2020+)

Schnittstellen zu anderen Copernicus-Diensten ergeben sich z. B. bei Auswirkungen aufgrund klimatischer Veränderungen für die Landwirtschaft (Landdienst), im Küsten- und Ästuarbereich (Binnengewässer & Bundeswasserstraßen), wenn atmosphärische Randbedingungen für marine Vorhersagen oder Re-Analysen benötigt werden (mariner Dienst), oder wenn im Falle von Starkregenereignissen mit dem Katastrophen- und Krisenmanagementdienst zusammengearbeitet wird.