Coding Copernicus - 24 Stunden voller Energie

Coding Copernicus - 24 Stunden voller Energie

Von 22.-23.11 fand der erste Hackathon „Coding Copernicus“ im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin Adlershof statt. Ziel des Hackathons war es, neue Ideen für die Nutzung von Copernicus-Daten zu entwickeln. Hackathons (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“) sind Veranstaltungen bei denen innerhalb einer vorgegebenen Zeit, Ideen entwickelt und Prototypen umgesetzt werden. Bei „Coding Copernicus“ entwickelten die Teams innerhalb von 24 Stunden eindrucksvolle Anwendungen in den Bereichen „Nachhaltigkeit“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Innovation“.

Nach 24 Stunden tüfteln und codieren hatten die Teams jeweils 5 Minuten Zeit, um die Jury, bestehend aus Aurélie Shapiro, World Wildlife Fund (WWF), Daniel Seidel, LiveEO, Christian Strobl, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und Jörn Hoffmann, DLR, von ihrer Idee zu überzeugen.

Der Preis im Bereich „Nachhaltigkeit“ ging an das Team „HAI“ mit ihrem Projekt „Oasis“. Simbabwe plagt eine der schlimmsten Dürren seit Jahren. Neben den Menschen bedroht die Trockenheit auch die Elefanten. Vor diesem Hintergrund hat das Team eine App entwickelt, die Wasserlöcher in Afrika anzeigt. Rancher vor Ort sollen auf die App zugreifen und per Klick Angaben zum Wasserstand einfügen können. Das soll helfen einen Überblick über die vorhandenen Wasserlöcher zu bekommen.

In der Kategorie Wirtschaftlichkeit“ hat das Team „TransIce“ gewonnen. Auf Basis von Copernicus Daten wollen sie einen Dienst erstellen, der befahrbare Routen (ice roads) in der Arktis aufzeigt. Damit soll die Versorgung abgelegener Gemeinden, insbesondere auch im Hinblick auf die immer kürzer werdenden Eiszeiten im Winter, gewährleistet werden.

Gewinner der „Innovation Challenge“ ist das Team „Green Spaces“. Sie haben eine App entwickelt, die Routenplanung und Erdbeobachtung zusammenführt, um schönere – nicht kürzere - Wege zu radeln. Anhand von Vegetationsindices werden die schönsten Radwege ermittelt. Dabei gilt: je „grüner“ die Strecke, desto schöner. Die App zeigt – je nach Bedarf – die „grünste“ und die schnellste Route an.

„Die Teams haben innerhalb von 24 Stunden einen funktionierenden Prototyp entwickelt - das hat uns alle wirklich beeindruckt!“, so Jörn Hoffmann, DLR-Programmleiter für Copernicus. „Unsere Erfahrung mit diesem Format sind wirklich gut – wir wollen künftig weitere Hackathons zu verschiedenen Themen durchführen.“

Der Hackathon wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert und vom DLR Raumfahrtmanagement organisiert. Weiterführende Infos: www.coding-copernicus.de