ESA beschließt sechs neue Copernicus Missionen

ESA beschließt sechs neue Copernicus Missionen

Space19+, Ministerratskonferenz, Credits: ESA - S. Corvaja

 

Auf der ESA Ministerratskonferenz Space19+ in Sevilla haben die ESA Mitgliedsstaaten heute einen 4. Programmteil des ESA Copernicus Space Component Programms beschlossen.

Die ESA Mitgliedsstaaten stellen hierfür bis 2028 über 1,8 Mrd. Euro zur Verfügung. Deutschland führt das Programm klar mit einem Beitrag von rund 518 Mio € und trägt so nicht nur zum weiteren Erfolg des Copernicus Programms bei, sondern schafft wichtige Rahmenbedingungen für eine starke Industriebeteiligung aus Deutschland.

Die sechs neuen Missionen („High Priority Candidate Missions“) ergänzen die bestehende Familie aus sechs Sentinel-Linien. Die jüngsten Familienmitglieder werden:

  • Copernicus Anthropogenic Carbon Dioxide Monitoring (CO2M): Messung von Treibhausgasemissionen, v.a. CO2 zur Unterstützung der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens;
  • Land Surface Temperature Mission (LSTM): Thermale Infrarotmessungen zur Unterstützung landwirtschaftlicher Anwendungen;
  • Copernicus Imaging Microwave Radiometer (CIMR): Zwei Satelliten mit passiven Mikrowelleninstrumenten zur Kartierung von dünnem Meereis;
  • Copernicus Polar Ice and Snow Topography Altimeter (CRISTAL) zur Vermessung v.a. der polaren Eistopographie zur Überwachung der Auswirkungen Klimawandels in Polargebieten und deren Wirkung auf den globalen Meeresspiegel;
  • Copernicus Hyperspectral Imaging Mission (CHIME) zur detaillierten hyperspektralen Bestimmung von Vegetations- und Bodeneigenschaften (Spektroskopie des reflektierten Sonnenlichts),
  • L-band Synthetic Aperture Radar (ROSE-L) zur Ergänzung der Copernicus Radarbeobachtungen Beobachtungen im sogenannten L-Band (Mikrowellen im Wellenlängenbereich 20-30cm).

Diese Missionen können ab Mitte der 2020er Jahre die bestehenden Sentinel-Linien ergänzen.

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