Mit Satelliten das Leben versüßen?

Mit Satelliten das Leben versüßen?

Projekt „BeetScan“ zur Unterstützung des Zuckerrübenanbaus mit Satellitendaten gestartet!

Können Satellitendaten die Landwirte beim Zuckerrübenanbau in Deutschland unterstützen? Diese Fragen möchte ein Konsortium bestehend aus der Nordzucker AG, dem Julius Kühn-Institut der Firma m2Xpert und Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Zuckerrübenanbaus in Norddeutschland e.V.  beantworten. Der offizielle Projektstart des Projektes „BeetScan“ fand am 15.04.2019 beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Bonn statt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) fördert das Projekt über zwei Jahre mit 330.000 €.

Hintergrund: Die Europäische Union stellt mit dem Copernicus Programm Satellitendaten in bisher nicht gekannter Qualität und zeitlicher Verfügbarkeit kostenfrei zur Verfügung. Jeder Ort in Deutschland wird alle 1-3 Tage von Radarsatelliten und alle 3-5 Tage von optischen Satellitensystemen überflogen. Damit wird ein sehr gutes Monitoring landwirtschaftlicher Flächen möglich, da Veränderungen in den Pflanzenbeständen schnell erkannt werden können und es den Anbauern ermöglicht, sich leicht einen Überblick über den aktuellen Zustand der Zuckerrübenfelder zu verschaffen. Zusätzlich sollen wichtige Zeitpunkte (z.B. Aussaat, Auflaufen, Bestandesschluss, Erntetermin) schlaggenau erfasst werden, um die zu erwartenden Erntemengen abzuschätzen. Diese Informationen sollen durch die Kopplung von Fernerkundungsdaten mit Witterungsdaten und einem Wachstumsmodell bereitgestellt werden. Durch intensive Re-Analysen der vergangenen Jahre sollen die Potenziale der Fernerkundung für die Landwirtschaft und insbesondere den Zuckeranbau untersucht werden. Dabei sollen die komplementären Informationen aus Radar- und optischen Fernerkundungsdaten durch innovative Techniken wie Deep Learning in Wert gesetzt werden.