Unsere Erde verliert im Rekordtempo Eis

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Unsere Erde verliert im Rekordtempo Eis

Eine Billion Tonnen Eis © Planetary Visions

Ein Forschungsteam - das erste, das eine Untersuchung des globalen Eisverlusts anhand von Satellitendaten durchführte - hat herausgefunden, dass sich die Geschwindigkeit mit der das Eis auf dem Planeten verschwindet, beschleunigt. Die Ergebnisse zeigen auch, dass zwischen 1994 und 2017 28 Billionen Tonnen Eis verloren gegangen sind - das entspricht einer 100 Meter dicken Eisschicht, die ganz Großbritannien bedeckt.

Eine in der Zeitschrift The Cryosphere veröffentlichte Arbeit beschreibt, wie ein Forscherteam unter der Leitung der Universität Leeds in Großbritannien Informationen der ESA-Satelliten ERS, Envisat und CryoSat sowie der Copernicus-Missionen Sentinel-1 und Sentinel-2 nutzte, um herauszufinden, dass die Geschwindigkeit mit der die Erde Eis verloren hat, in den letzten drei Jahrzehnten deutlich zugenommen hat - von 0,8 Billionen Tonnen pro Jahr in den 1990er Jahren auf 1,3 Billionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2017.

Um dies in die richtige Perspektive zu rücken, kann man sich eine Billion Tonnen Eis als einen 10x10x10 km großen Eiswürfel vorstellen, der höher wäre als der Mount Everest.
Die Untersuchung zeigt, dass die Rate des Eisverlustes in den 23 Jahren insgesamt um 65 % gestiegen ist. Dies wurde vor allem durch einen steilen Anstieg der Verluste von den polaren Eisschilden in der Antarktis und Grönland angetrieben. Mehr...

©ESA 25/01/2021

Weitere Informationen: Ice lost between 1994–2017

Global ice loss 1994–2017