A.4 - Copernicus für das Monitoring von Küstenregionen

Copernicus für das Monitoring von Küstenregionen (Teil 1)

Dauer: 14:15 bis 18:00 Uhr inkl. Pause. Die Fachsession findet im Naturkundemuseum (neben dem BMVI) statt.

Organisation 

Dr. Iris Ehlert (BSH), Dr. Christian Schweitzer (UBA), Dr. Thomas Schultz-Krutisch (UBA)

Moderation

Dr. Iris Ehlert, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und Dr. Christian Schweitzer, Umweltbundesamt (UBA)

Hintergrund

Im Rahmen des Copernicus-Programms sollen umfassende Lösungen zur Verbesserung des Monitorings von Küstengebieten erarbeitet werden, um den komplexen und dynamischen Herausforderungen an der Küste besser begegnen zu können. In unserem Workshop möchten wir den aktuellen Planungsstand dazu vorstellen und mit Ihnen diskutieren.

Europas Küstenregionen sind dicht bevölkert und erwirtschaften fast 40 % des BIP der EU. Aktivitäten wie Tourismus, erneuerbare Energien, Schifffahrt, Ressourcengewinnung und –nutzung, Landwirtschaft und Fischerei üben Druck auf die Meeres- und Küstengebiete aus. Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und zunehmende Küstenerosion sind die Folgen. Zudem stehen die Regionen vor der Herausforderung, Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel umzusetzen. Das Monitoring der dynamischen Entwicklung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Prozesse in Küstengebieten erfordert daher konsistente Informationen von Land und Meer mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung.

Die Bundesregierung hat 2006 die Nationale Strategie für ein integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) beschlossen. 2014 hat die Europäische Kommission die Richtlinie zur Schaffung eines Rahmens für die maritime Raumordnung verabschiedet (2014/89/EG), die sicherstellen soll, dass alle EU-Politiken, die sich mit Meeres- und Küstenfragen befassen (wie die Habitatrichtlinie, die Wasserrahmenrichtlinie, die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie usw.) kohärent integriert werden. Im Rahmen des Copernicus-Programms sollen nun umfassende Lösungen für ein besseres Monitoring der Küstengebiete erarbeitet werden, mit denen die komplexen und dynamischen Situationen besser erfasst werden können.

Im Rahmen unseres Workshops stellen Vertreterinnen und Vertreter der beauftragten Copernicus-Einrichtungen die bisherigen Planungen vor. Anschließend möchten wir auf Grundlage der Coastal Zones „Roadmap” den Anwendungsrahmen des neuen Datenproduktes mit Ihnen diskutieren.

Impulsvorträge

1) Überblick Produktpalette - Aktuelle Produkte der Copernicus-Dienste zur Überwachung der Landoberflächen, der Meeresumwelt und des Klimawandels und Überblick über den Stand der Planungen hinsichtlich des Küstenmonitorings

  • Matteo Mattiuzzi, Europäische Umweltagentur (EUA)

  • Dr. Karina von Schuckmann, Mercator Ocean International (MOI)

  • Dr. André Obregon, Europäisches Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW)

2) Beispiel Mittelmeer -The user requirements analysis for Copernicus-based operational coastal services within the MED7 initiative

  • Prof. Andrea Taramelli, Institute for Environmental Protection and Research Rome (ISPRA)

3) Nationale Anwendungsmöglichkeiten - Kurzvorträge von (potentiell) Nutzenden

  • Fernerkundung im Einsatz für die Bewertung der Küsten- und Meeresgewässer, Dr. Hans-Christian Reimers, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)
  • Copernicus für Krisen- und Risikomanagement im Kontext Hochwasser, Dr. Michael Judex, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
  • TBD, Dr. Ralph Schmidt, Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein

Posterausstellung
Während der Kaffeepause besteht die Möglichkeit, Poster auszustellen und mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Bei Interesse wenden Sie sich bitte bis zum 25. Januar 2020 mit einem Titelvorschlag und einer Kurzbeschreibung per E-Mail an die Organisierenden des Küstenworkshops.
> Email senden
Abhängig von der Anzahl der Meldungen findet eine Vorauswahl statt.

Diskussion

Während eines World Cafés möchten wir mit Ihnen u. a. folgende Fragen diskutieren:

  • Werden mit dem geplanten Datenprodukt zu Küstenregionen Ihre aktuellen und künftigen Anforderungen an das Monitoring berücksichtigt?
  • Welche Informationen müsste das neue Datenprodukt zusätzlich beinhalten, um bei Ihnen genutzt zu werden?
  • Ist der geplante Detaillierungsgrad der Klassifikation ausreichend? Was sollte ergänzt und/oder was muss angepasst werden?
  • Für welche Anwendungsbereiche wäre ein socher Datensatz über die bisher genannten hinaus hilfreich?