B.1 - Fernerkundung im Anwendungsfall Vegetationsbrand

Fernerkundung im Anwendungsfall Vegetationsbrand

Organisation

Dr. Michael Judex und Dr. Fabian Löw, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Moderation

Maximilian Fürmann, BBK

Hintergrund

Das Auftreten mehrerer großer Vegetationsbrände in 2018/19 in Deutschland und weltweit hat eine große politische und fachliche Diskussion ausgelöst. Gleichzeitig prognostiziert der Weltklimarat einen globalen Anstieg des Vegetationsbrandrisikos. Neue Bewältigungsstrategien werden gefordert. Die Fernerkundung ist eine Methodik, die insbesondere bei ausgedehnten Bränden in schwer zugänglichen Gebieten ein flächendeckendes, konsistentes Lagebild liefern kann und damit bei der Bewältigung derartiger Katastrophen eine wertvolle Unterstützung sein kann. Die stark erhöhte Anzahl von Aktivierungen des Copernicus Emergency Management Service (CEMS) für Brandereignisse zeigt, dass diese Hilfe auch von den Entscheidungsträgern in den Krisenstäben nachgefragt wird.
Ausgehend von den Impulsvorträgen soll zunächst ein Einblick in die Erfahrungen bei der Nutzung des CEMS aus Sicht der Nutzenden gewährt und dann ein Ausblick auf die aktuelle Forschung in diesem Bereich vermittelt werden. Anschließend soll erörtert werden, welche Vor- und Nachteile die Fernerkundung bei Vegetationsbränden bietet und welche Anforderungen jetzt und künftig an den Copernicus CEMS gestellt werden.

Impulsvorträge

  • Vegetationsbrand in Braesen (Sachsen-Anhalt) – Copernicus-Aktivierung EMSR295 aus End-User-Sicht, Andre Bumann, Referat Brand- und Katastrophenschutz Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt

  • Copernicus Beitragende Missionen: Zeitkritische Bereitstellung sehr hoch aufgelöster Satellitenbilddaten für das Katastrophen- und Krisenmanagement – Beispiele aus dem Bereich Vegetationsbrand, Henning Götz, Projektmanager Copernicus, European Space Imaging GmbH  

  • Feuerfernerkundung: Vom Einsatz operationeller Satellitendaten bis hin zur wissenschaftlichen DLR FireBIRD-Mission, Dr. Doris Klein, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Diskussion

  • Wie haben Sie die Copernicus-EMS-Daten genutzt?
  • Welchen Mehrwert hatte die Copernicus-Aktivierung für Sie gegenüber konventionellen Methoden der Lagedarstellung?
  • Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?
  • Welche Vor- und Nachteile haben die aktuellen Systeme?
  • Wohin führen die Entwicklungen im Bereich satellitengestützte Erkennung von Vegetationsbränden mittel- bis langfristig?