E.2 - Copernicus – Neue Perspektiven zur Raum- und Umweltbeobachtung auf kommunaler Ebene

Copernicus – Neue Perspektiven zur Raum- und Umweltbeobachtung auf kommunaler Ebene

Organisation

Dr. Frank Knospe, Stadt Essen, Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster und Dr. Thomas Esch, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)

Moderation

Dr. Felix Bachofer, DLR

Hintergrund

Die Raum- und Umweltbeobachtung für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist ein wesentliches Element der deutschen Raumentwicklungs- und Umweltpolitik. Ziel dieses von verschiedenen Bundes- und Landesbehörden betriebenen Monitorings ist es, kontinuierlich Daten und daraus abgeleitete Informationen über den Zustand und die raum-zeitliche Entwicklung der Umwelt sowie der Lebens- und Standortbedingungen zu gewinnen. Auf dieser Basis lassen sich Zustände analysieren, Trends erkennen und Prognosen ableiten - zentrale Komponenten zur Unterstützung politischer und planerischer Abläufe und Entscheidungen.

Auch das europäische Copernicus-Programm hat zum Ziel, unter maßgeblicher Einbindung der satellitengestützten Erdbeobachtung, Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu unterstützen. Mit der Installation einer europäischen Flotte von Erdbeobachtungssatelliten - den sogenannten Sentinels - stehen dazu bildhafte Raumdaten in bisher nicht gekannter Menge, zeitlicher Auflösung und technischer Qualität bereit.

Die Zukunft ist städtisch – zumindest wenn man sich die reinen Zahlen anschaut. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland lebt mittlerweile in Städten und das Gros der Wirtschaftsleistung entfällt auf die urbanen Ballungszentren. Vor diesem Hintergrund findet sich mit Blick auf zentrale ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen, aber auch Entwicklungspotenziale, in aller Regel ein direkter oder indirekter Bezug zum Siedlungsraum und den Aktivitäten der Menschen. In diesem Zusammenhang sind etwa der Verlust ökologisch und landwirtschaflich wertvoller Areale durch stetigen Flächenverbrauch, steigende Hitzebelastung, latente Luftverschmutzung und zunehmendes Verkehrsaufkommen, aber auch die Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung und die Gewährleistung einer lebenswerten Stadt zu nennen.

Ziel des Workshops ist es, im Dialog von Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zu erörtern, welche Nutzungspotenziale und Herausforderungen die Erdbeobachtung und darauf basierende Geoinformationsdienste für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung bietet.

Impulsvorträge

folgen in Kürze

Diskussion

Diskussion über die Potenziale und Hemmnisse der Erdbeobachtung und darauf basierender Geoinformationsservices bezüglich der Unterstützung einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung:

  • Welche Nutzungsmöglichkeiten von Fernerkundungsdaten und Copernicus-Diensten sehen Sie für den urbanen Raum?

  • Was erschwert oder verhindert aktuell den Einsatz von fernerkundungsgestützten Geoinformationsprodukten und -Services? Was sollte verbessert werden?

  • Wie können die Vernetzung von Anbietern und Nutzern von erdbeobachtungsbasierten Geoinformationsservices verbessert und Synergien gefördert werden? Gibt es konkrete Empfehlungen?

  • Welche kommunalen und regionalen Perspektiven ergeben sich aus dem europäischen Sentinel-Programm?

  • Was sind zentrale Fragen oder auch Forderungen an die Runde des Abschlusspodiums?